Wassenberger Hospizgespräch 2014

am Mittwoch, 17.09., um 19:30 Uhr
im Johanniter-Stift Wassenberg (Johanniterweg 1)

„Das trägt man heute“ – so werben Prominente auf großen Plakaten für den Organspendeausweis. Moderator Markus Lanz, Schauspielerin Eva Habermann und andere bekannte Gesichter plädieren so für eine positive Entscheidung zur Organspende. Vor einigen Monaten bekamen alle Versicherten Post von ihrer Krankenkasse: einen Organspendeausweis und Informationsmaterial verbunden mit der Aufforderung, eine persönliche Entscheidung zu treffen und schriftlich festzuhalten. So sieht es das neue Transplantationsgesetz vom 1. November 2012 vor.

Die Organspende ist mehr denn je in der Diskussion. Darauf reagiert der ökumenische ambulante Hospizdienst Regenbogen aus Wassenberg und lädt nun zu einem weiteren „Wassenberger Hospizgespräch“ zu diesem Thema ein. Die geschäftsführende Ärztin der Deutschen Stiftung Organtransplantation in NRW, Frau Dr. Ulrike Wirges, und der Vorsitzende des örtlichen Hospizdienstes, Pfarrer Dr. Titus Reinmuth, diskutieren auf dem Podium und stellen sich den Fragen des Publikums. Dabei sollen aus theologischer und medizinischer Sicht die ethischen Fragen im Mittelpunkt stehen: Ist es gut und richtig, Organe zu spenden? Unter welchen Voraussetzungen? Ist es unsozial, sich dagegen zu entscheiden? Was bedeutet es für den Sterbeprozess, wenn ein Mensch Organe spendet? Muss die Medizin alles tun, was sie kann? Wie können Menschen mit Grenzen leben, auch den Grenzen der eigenen Gesundheit und des eigenen Lebens? Solche und andere Fragen sollen strittig diskutiert werden – nicht um eine bestimmte Position zu unterstützen, sondern um im Gespräch zu lernen und die persönliche Entscheidung zu fördern.

Frau Dr. Ulrike Wirges ist Ärztin für Anästhesiologie und seit 2005 geschäftsführende Ärztin der Deutschen Stiftung Organtransplantation, Region Nordrheinwestfalen, mit Sitz in Essen. Sie wird aus medizinisch-ethischer Sicht begründen, warum die Organspende eine „gute Sache“ ist. Dr. Titus Reinmuth war bis 2012 Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Wassenberg und ist bis heute ihr Beauftragter für die Hospizarbeit in der Region. Er hat auf seinem Organspendeausweis das „Nein“ angekreuzt und stellt kritische Rückfragen an die Organtransplantation aus theologisch-seelsorgerlicher Sicht.

Das Wassenberger Hospizgespräch ist offen für alle Interessierten, der Eintritt ist frei.

Beginn ist am Mittwoch, 17.09., um 19:30 Uhr

im Johanniterstift Wassenberg, Johanniterweg 1.

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